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Bauelemente
Entwicklung der Bauelemente

An dieser Stelle findet Ihr Hintergrundwissen rund um das Thema LEGO, das ich im Laufe der Zeit, meist aus dem Internet, zusammengetragen habe. Es soll besonders dem unerfahrenen Legofan den Einstieg in die Welt der bunten, kleinen Steine, die die Welt bedeuten, erleichtern.


 

Bausteine

LEGO-stein ist nicht gleich LEGO-stein. Das hat bestimmt schon jeder festgestellt, der sich etwas intensiver mit LEGO beschäftigt hat. Über Jahre hinweg lassen sich vor allem an den Grundelementen (Steine, Platten und Schrägsteine) einige Veränderungen feststellen, wenn man genau hinschaut.  Diese Entwicklung ist hier einmal festgehalten:

1949 – Vorstellung der ersten BINDING BRICKS. Die Steine waren mit seitlichen Schlitzen ohne Beschriftung auf den Knöpfen oder innen. Anspritzung von der Seite an der Unterkante der Steine. Material der Steine ist Celluloseacetat, welches nicht formstabil ist. 1952/53 – Erster Schriftzug "LEGO" innen im Stein.

1954/55 – Erster Schriftzug "LEGO" auf den Knöpfen, innen entfällt die Beschriftung "LEGO" und wird durch eine Zahl, die für das Nest eines Spritzwerkzeug steht, ersetzt. Ein Spritzwerkzeug enthält mehrere Nester, durch die Nummerierung können Fehler am Nest schneller gefunden werden.

1958 – Einführung der inneren Röhren zur Stabilität bei normalen Steinen (2 Knöpfe breit). Innere Beschriftung "Pat.pend" an verschiedenen Stellen vorhanden. Dieses Kupplungsprinzip wurde am 28. Januar 1958 zum Patent angemeldet, welches 1988 auslief.

1962/63 – Änderung des Spritzmaterials von Celluloseacetat in ABS - Acrylnitril-Butadien-Styrol. Lego errichtete ein Entwicklungslabor in Billund unter der Leitung des Schweizer Ingenieur Hans Schiess. Eines der ersten Ergebnisse war die Umstellung auf den neuen Kunststoff Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) für die Steine. ABS war relativ preisgünstig, einfach im Spritzguß zu verarbeiten, erlaubte sehr enge Toleranzen und, was vielleicht am wichtigsten ist, es ist viel farbechter, stabiler und stoßfester als das bis dahin verwendete Cellulose-Acetat. Lego begann die Umstellung der Produktion in Jahr 1963 und ließ Celluloseacetat in den nächsten Jahren komplett auslaufen. Mit der Umstellung auf den neuen Kunststoff änderte sich auch die Beschriftung und teilweise die Konstruktion der Steine. Der bisher verwendete Legoschriftzug auf den Knöpfen der Steine wandelte sich von der rundlichen Schrift, die auch in dem alten ovalen Legologo enthalten war, in eine digitalisierte Schrift, wie sie noch heute verwendet wird.

1965/66 – Änderung der Anspritzung der Steine auf die Mitte.

1966/67 – Einführung von kleinen Säulen zur Stabilität bei schmalen Steinen ( 1 Knopf breit)

1975/76 – Innere Beschriftung "Pat.Pend" wird durchgestrichen oder unkenntlich gemacht

1976 – Änderung der Anspritzung von oben auf einen Knopf - gemischte Steine noch bis 1979

1993 - orange, transparente Steine werden eingeführt

Nachfolgend noch einige charakteristische Grundelemente:

1x1 Rundsteine

1958 Steine aus Celluloseacetat: Knopf oben geschlossen, Stein unten ohne Einschnürung; Kennung: keine

1963-66 Steine aus ABS, Knopf oben geschlossen, Stein unten ohne Einschnürung; 

1966  Knopf oben geschlossen; Stein unten mit Einschnürung

1979  Knopf oben offen; Öffnung mit rundem Innenprofil

1985  Knopf oben offen; Öffnung mit achteckigem Innenprofil

2 x ... Steine

1949  Automatic Binding Bricks aus Celluloseacetat, z.T. mit Schlitzen auf den Seiten zum Einstecken der Fenster, Knöpfe ohne Aufschrift LEGO, nur 2x2 und 2x4-Steine, Farben: weiß, rot, gelb, hellblau, grün

?  LEGO-Mauersteine aus Celluloseacetat, Farben weiß, rot, ?, Knöpfe ohne Beschriftung, keine Röhren im Inneren;

1953  LEGO-Mauersteine aus Celluloseacetat; Farben: weiß, rot, gelb, blau, schwarz, transparent; Schriftzug LEGO auf den Knöpfen klein; keine Röhren im Inneren;

1958  LEGO-Steine mit Röhren im Inneren; Röhren mit rundem Innenprofil; bei 2x4 bis 2x12 Steinen einige Röhren bis ca. zur halben Höhe beidseitig durch Verbindungsstege mit der Wand stabilisiert;

1963  LEGO-Steine aus ABS; Anspritzung auf einer Seite

1965  LEGO-Steine aus ABS; Anspritzung auf einer der kürzeren Seiten, Schriftzug LEGO auf den Knöpfen groß;

197?  Rand der Röhren in den Steinen eingekerbt;

1975-80 Pat. pend. mehrfach durchgestrichen, ein- oder zweistellige Zahl und Buchstabe an getrennten Stellen

1978  Anspritzung oben auf einem Knopf

1985  Röhren in den Steinen mit annähernd achteckigem Innenprofil; vertikale Stege an den Innenseiten des Steins um die Klemmkraft auf jeden Knopf zu erhöhen;

1998  alter Typ weiterhin verwendet, 2x2-Steine: Anspritzung oben zwischen den Knöpfen; Innen: Röhren unten mit je 4 dreieckigen Stabilisierungsstegen; Kennung: drei ein- oder zweistellige Zahlen;

1x ... Steine

1953  1x1, 1x2, 1x6 und 1x8 - Steine aus Celluloseacetat; Farben: weiß, rot, gelb, blau, schwarz, transparent; Schriftzug LEGO auf den Knöpfen klein; Innen: ohne runde Klemmstäbchen, 1x6 und 1x8 - Steine durch 3 bzw. 4 Querstege stabilisiert

1963 Steine aus ABS, Anspritzung auf einer Seite;

1964, 1965  Schriftzug LEGO auf den Knöpfen groß; 1x2, 1x6 und 1x8 Steine innen mit runden Klemmstäbchen; bei 1x6 und 1x8 Steinen ein bzw. zwei Stäbchen bis ca. zur halben Höhe beidseitig durch Verbindungsstege mit der Wand stabilisiert;

1966  Einführung von 1x4 - Steinen

1975-80 Bei 1x6 und längeren Steinen einige der runden Klemmstäbchen im Inneren auf ganzer Länge mit der Wand durch Verbindungsstege stabilisiert;

1978  Anspritzung oben auf einem Knopf;

2x... und breitere Platten

1953  Platten aus Celluloseacetat; Anspritzung an einer der kürzeren Seiten; Farbe: weiß; Knöpfe ohne Beschriftung; Klemmsystem auf der Unterseite in Form quadratischer Vertiefungen; Platten viereckig oder einviertelrund;

195?-  Platten aus Celluloseacetat; Anspritzung an einer der kürzeren Seiten; Farbe: weiß, grau; Schriftzug LEGO auf den Knöpfen klein; Klemmsystem auf der Unterseite in Form quadratischer Vertiefungen; Platten viereckig oder einviertelrund;

1958  Klemmsystem auf der Unterseite in Form von Ringen;  Kennung 3

1963  Platten aus ABS, Farben: weiß,

196?  Platten aus ABS, Schriftzug LEGO auf den Knöpfen groß, Farben: weiß,

1975-80 Pat. pend. mehrfach durchgestrichen, ein- oder zweistellige Zahl und Buchstabe an getrennten Stellen

1978  Anspritzung oben auf einem Knopf;

1985  Ringe auf der Unterseite mit annähernd achteckigem Innenprofil;

Schrägsteine

1958  Schrägsteine 45° aus Celluloseacetat; Schriftzug LEGO auf Knöpfen klein, Farben: rot und blau;

1963  Schrägteine 45° aus ABS, Anspritzung auf einer der kürzeren Seiten;

1965  Schrägsteine 45° aus ABS; Schriftzug LEGO auf den Knöpfen groß, Kennung 3

1971  Schrägsteine 22.5° eingeführt; Rand der Röhren eingekerbt;

1975-80 alle Schrägsteine mit Kennung: Pat. pend. mehrfach durchgestrichen, ein- oder zweistellige Zahl und Buchstabe an getrennten Stellen

1978  Anspritzung oben auf einem Knopf; Kennung 5, auch bei 22,5°-Schrägsteinen Röhren ohne Einkerbung

1985  Röhren auf der Unterseite mit annähernd achteckigem Innenprofil;

Grafische Übersicht


Fenster

Seit 1949 wurden die ersten uns bekannten Bausteine produziert, die im Anfang noch Binding Bricks genannt wurden. Diese Steine waren ja geschlitzt und in die Schlitze wurden Fenster und Türen eingesetzt. Die Fenster hatten keine Glasscheiben. Noch bevor ca. 1954/55 die Schlitze in den Steinen entfielen wurden die Vorläufer der neuen Fenster geschaffen. Anfangs unter den Nummer 700 C/1 bis 700 C/6 gab es nur Fenster bis zu einer Breite von drei Steinen. Sie hatten keine Knöpfe oben und keine Verstärkungen unten, aber noch seitliche Streben um in die Schlitze der Steine zu greifen.

Erst als die Schlitze in den Steinen entfielen, bekamen sie oben die ersten Knöpfe zur Befestigung spendiert. Die im deutschen Programm 1957 erstmals unter der Hauptnummer 214 angebotenen Fenster waren unten noch hohl. Es gab einschließlich der Tür zehn verschiedene Typen, die bis 1962 aus Cellulose Acetat ( CA ) und danach in Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) hergestellt wurden und der Typ 214/6 zuletzt noch bis 1999 angeboten wurde.

Das Fenster 214/1 und die Tür 214/10 hatten nie eine Art Fensterbank an ihrer Unterseite. Bei den anderen Fenstern gab es bis 1971 eine spitz auslaufende Fensterbank, welche über dem Stein hinaus stand. Ab 1972 wurde die Fensterbank auf die Steingröße gekürzt.

In den 90iger Jahren wurde beim Typ 214/6 die stirnseitige Fläche der Fensterbank noch erhöht.

Am Typ 214/7 waren die ersten CA-Fenster noch mit einem kompletten Knopf und Logo hergestellt worden. Danach wie bei allen anderen 214-Typen war der Knopf hohl.

Alle 214-Typen waren von Anfang an mit einer Kunststoffscheibe als Art einer Glasscheibe versehen. Diese Kunststoffscheibe wurde bei allen Typen eingeklebt. Mit Umstellung der Fensterbänke im Jahr 1972 wurde die Befestigung bei den Typen 214/7, 214/8 und 214/9 geändert. Nun wurden die kleinen Scheiben eingeklipst. Aber bald darauf entfielen die Scheiben bei diesen Typen ganz. Typ 214/9 in gelb ist mir nur ohne Scheibe bekannt.

Im Jahr 1973 wurde als Ergänzung Fensterläden vorgestellt. Diese waren an einem Stein der Größe 1x1x2 angeklipst und konnten den Typ 214/6 voll verdecken.

Im Jahr 1978 tauchte dann die nächste Generation von Fenster auf. Die Größe ist mit 1x4x3 Steinen den neuen Minfigs angepasst. Die Fenster haben die Möglichkeit Fensterläden anzuklipsen. Innen können verschiedenartige Fensterflügel eingeklipst werden, die nach außen oder innen aufgemacht werden können.


Tore

Das erste bewegliche Tor für die Bausteine war ein Garagentor, welches in einem Rahmen gehalten wurde. Es wurde vorrangig für die kleinen Modellautos verwendet. Das Tor wurde aus CA in rot und in weiß hergestellt. Der Rahmen war anfangs weiß und wurde später noch in grau hergestellt. Für das Modell einer Shell-Tankstelle (325) wurden spezielle transparente Tore hergestellt.

Die 1969 eingeführten kleinen Legoland Autos mussten natürlich auch eine Garage erhalten. Jedoch erst 1971 wurde diese Garage dafür geschaffen. Die Garage hatte zwei Tore. Jedes mit einem Federstahl zwischen einem festen Knopf und einem beweglichen Knopf.

Nachdem die Garage nur bis 1974 produziert wurde, mussten die Kinder bis 1976 warten um eine neue Generaton von Toren zu bekommen. Die Tore werden in einen Stein der Größe 1x1x2 eingeklipst, und haben einen Griff zum Öffnen.

Diese Tore gibt es in rot, gelb, blau, schwarz, weiß und in transparent. In abgewandelter Form sind diese Tore in der Burgenserie bekannt. Im Jahr 1981 ergänzte eine neue Generation von Lamellentoren das Angebot. Diese Tore haben bis 1996 überlebt.


Fahnen

Wie die Logo´s von LEGO das Erkennungszeichen sind, so wurden natürlich auch die Modelle entsprechend verfeinert. Zuerst wurden die Fahnen jedoch den Zubehörschachteln beigelegt.

Die erste Ausführung zeigt das Logo mit Balken als Schiebebild, welches auf eine weiße Fahne geklebt wurde. Diese scheint sich im Wind zu bewegen. Der Fuß hat noch keine untere Einschnürung. Der Mast ist sehr dünn ausgelegt.

Die zweite Ausführung hat einen roten gedruckten Untergrund und der Schriftzug ist als Schiebebild geklebt. Diese Ausführung hat eine sehr große Schrift. Der Fuß hat schon die untere Einschnürung. Der Mast ist noch sehr dünn ausgelegt.

Die dritte Ausführung hat auch den rot gedruckten Untergrund jedoch ist die Schrift kleiner. Es wurde als Schiebebild oder auch gedruckt aufgebracht. Der Mast ist noch sehr dünn ausgelegt.

Die vierte Ausführung hat auch einen rot gedruckten Untergrund und kleiner Schrift. Der Mast wurde jetzt in Form eines Kreuzes verstärkt.

Das Logo ist bei der fünften Ausführung als Aufkleber auf eine gerade (starre) Fahne aufgebracht.

Bei der sechsten und letzten Ausführung ist das Logo auf die weiße Fahne aufgedruckt.


Figuren

Im Jahr 1975 (bis 1979) wurde das Leben in LEGOLAND mit den ersten Minifiguren belebt. Die Figuren waren Vierteilig (Kopf ohne Gesicht, Rumpf mit angedeuteten Armen, Unterteil, Kopfbedeckung) und hatten keine Extremitäten. Das Dekor auf dem Rumpf war als Papieraufkleber ausgeführt. Die Köpfe hatten noch kein Gesicht und es gab nur drei verschiedene Kopfbedeckungen:

- Frauenfrisur mit zwei Zöpfen in schwarz und rot
- in weiß nur in Set 365, Mütze in schwarz, weiß, rot und blau
- Cowboyhut in schwarz, weiß, rot und blau

Eine neue Generation von Figuren startete im Jahr 1978. Diese hatten endlich bewegliche Arme und Beine und ein freundliches Gesicht. Außerdem gab es zum Teil auch passende Aufkleber, die auf dem Oberkörper der Figuren angebracht werden konnten. Ab 1979 wurden viele Figuren mit bedruckten Oberteilen ausgestattet.

Unterschiede bei Minifiguren

Die Hände der ersten Figuren sind an sehr hellem, fast transparenten gelben Kunststoff zu erkennen. Ab ca. 1983 wurden diese stärker eingefärbt.

Die Oberteile waren anfangs hohl und bekamen 1984 Verstärkungsrippen zur besseren Klemmung eingesetzt.

Auch die Gesichter hatten Unterschiede. Die ersten Jahre gab es die Augen und Mund in einem fetteren Druck.

Die Mimik in den Gesichtern änderte sich ab 1989 (Piraten, Raumfahrt, etc.).

Der Knopf auf den Köpfen war anfangs geschlossen. Im Jahr 1990 wurde der Knopf hohl und hat eine dreiflüglige Anspritzung, die eine bessere Positionierung beim Bedrucken der Gesichter ermöglicht.

Sonstige Figuren

1974-81 Maxifiguren: Großer Kopf mit aufgedrucktem Gesicht (Mann, Frau/Mädchen, Junge, Frau mit Brille), Kopfbedeckung aufsteckbar, Schultern als 2 x 2-Stein mit beweglichen Armen, Körper aus 2 x 2 und anderen Steinen

1979-89 Fabuland-Figuren

1986  LEGO-Technik-Figuren, Arme und Beine 3 teilig 


Räder, Lenkung

Das Rad wurde 1962 für die LEGO Modelle neu erfunden. Es war ein Radkörper mit einer Steckachse aus Messing auf der einen Seite und vier Noppen als Radfläche auf der anderen. Die Steckachse wurde mit einem Ansatz ab 1966 versehen, um im 4,5Volt-Motor besser Kraftschluss zu haben. Die Steckachsen aus Messing wurden ab 1975 durch Aluminium ersetzt. Die vier Noppen wurden im Jahr 1969 durch eine Art kleines Speichenrad mit einem Knopf in der Mitte ergänzt.

Die ersten Reifen waren fast weiß und wurden dann grau. Im Jahr 1968 wurden sie dann schwarz. Aber nicht nur die Farbe, sondern auch die Form hatte Unterschiede. Die ersten Reifen waren glatt, mal breiter mal schmaler. Für kurze Zeit gab es eine Ausführung mit Profil.

1965  Einführung der roten Räder mit 12 Knöpfen (großer Durchmesser) mit glatten, grauen Gummireifen;

1967  Einführung der roten Speichenräder mit einem Knopf (großer Durchmesser) und glatten, grauen Gummireifen;

1968  Einführung der glatten, schwarzen Gummireifen für Räder mit 4 und mit 12  Knöpfen und  kleine und große Speichenräder;

Dann erfolgten Versuche mit einer Luftbereifung ab 1968 für das Modell 330-Jeep. Dies setzte sich jedoch nicht durch, da diese Reifen den Ansprüchen der Kinder nicht gewachsen waren.

Es folgte eine Ausführung mit Weichgummi, die sich noch nicht durchsetzte. Endgütig zufrieden war man mit den Hartgummireifen, die es bis 1977 gab. Im Jahr 1976 kamen die groben Stollenprofile auf, die sich bis heute gehalten haben. Für den Bau einer Raupe wurde ab 1969 eine Gummikette geschaffen. Sie war bis 1991 im Programm.

1976  Einführung von Reifen mit Stollenprofil für Räder mit kleinem Durchmesser;

Die Eisenbahnräder wurden 1966 neu geschaffen. Anfangs auch mit vier Knöpfen und einer Miniaturverzahnung an der Lauffläche für die normalen Räder. Die Lauffläche für die Räder der Lokomotiven lief konisch zu dem Laufkranz zu, um die Haftreifen sicher aufzunehmen. Ab 1969 gab es das Eisenbahnrad als kleines Speichenrad. Aber es gab nicht nur rote sondern auch schwarze Lokomotivräder. Das einzelne rote Speichenrad wurde ab 1971 in komplette Fahrgestelle integriert, die es bis 1979 gab.

1969 wurden die ersten Autos mit kleinen Rädern mit Stahlachsen und integrierten Achshaltern angeboten - Einführung der glatten Einfachreifen, Stahl-Radachse und schwarzer oder weißer 2x2-Lagerstein trennbar, Lagerstein: Anspritzung von einer Seite;

1970  Einführung der glatten Zwillingsreifen, Stahl-Radachse und schwarzer 2x2-Lagerstein trennbar;

1970 hieß diese Serie dann LEGOLAND und die kleinen Autos erwiesen sich als Verkaufsschlager. Die ersten Räder waren glatt und der Achshalter war weiß und die Achsen konnten eingeklipst werden.

Ab ca. 1972 wurden die Aufnahmen für die Achsen geschlossen. Ab dem Jahr 1970 wurde für die meisten neuen Fahrzeuge nur noch schwarze Achshalter verwendet. Die roten Achshalter wurden nur für den Rennwagen im Set 650 von 1972 bis 1973 hergestellt. Der gelbe Achshalter wurde nur bei dem Flugzeug 213 verbaut, allerdings mit Stollenprofil. Die schwarzen und roten Achshalter wurden auch mit einer Art Doppelbereifung ausgestattet.

Ab dem Jahr 1977 wurden die glatten Reifen gegen welche mit Stollenprofil ausgetauscht - Anspritzung von einer Seite;

1978  Räder mit Stollenprofil, Stahl-Radachse und 2x2-Lagerstein oder Platte als Lagerstein nicht trennbar, Lagerstein: Anspritzung oben auf einem Knopf;

Die Höhe der Reifen wuchs ab 1980. So wurde auf der kleinen Felge bei einigen Modellen größere Reifen montiert und die Breite wuchs und bescherte uns den Ballonreifen für die Raumfahrt. Ab 1978 wurde der Achshalter in der Größe auf 1/3 verringert um feinere Modelle bauen zu können. Im Jahr 1974 wurden die ersten Einzelräder angeboten. Meistens wurden Flugzeuge und Motorräder damit gebaut, aber auch in der Technic-Serie wurden sie eingesetzt. Die Achshalter mussten sich ab 1984 einer Änderung unterziehen. Die Räder mit Felgen waren nicht mehr auf einer Stahlachse montiert, sondern konnten einzeln aufgeklipst oder demontiert werden. Es gab Ausführungen mit Federung sowie eine Tieferlegung für Formelfahrzeuge in den 90igern.


Achshalter

Seit Erfindung des Rades für LEGO Modelle musste es ja auch eine Stein geben, der diese Räder aufnimmt. Der Einzug des Rades erfolgte im Jahr 1962 also noch zur Zeit des Celluloseacetat-Fertigung. So sind die ersten Achshalter auch heller als die nachfolgenden und nicht formstabil. Die inneren Rollen sind transparent gehalten, was bei der roten Platte nicht sofort erkennbar ist. Ab 1963 gab es dann die Ausführung in ABS. Die inneren Rollen sind schwarz. Ab ca. 1966 gab es die Ausführung mit transparenter Grundplatte und transparenten Rollen. Bis 1971 gab es dieselben weißen Achshalter auch mit roten und schwarzen Rollen. 1971 war das Jahr in dem der Grundkörper von weiß in schwarz geändert wurde. Anfangs mit schwarzen Rollen. Nachfolgend aber auch mit roten Rollen bis in die 90iger Jahre hinein. Es gibt auch Mischtypen mit zwei schwarzen und einer transparenten Rolle und auch Achshalter mit einer milchigen Grundplatte und roten Rollen. Für die Lenkmodelle ab dem Jahr 1967 gab es einen Achshalter mit Stange, erst in weiß und ab 1971 in schwarz. 1972 wurde erstmals ein Komplettteil mit Lenkrad, welches über eine Umlenkung die vorne stehende Achse bewegen konnte, vorgestellt.


Eisenbahn

1965: Den ersten LEGO-Zug zum Schieben mit der Hand gab es im Jahr 1965, allerdings noch ohne Schienen. Es wurden die ganz normalen Straßenräder verwendet.

1966 wurden die ersten Kästen mit blauen Schienen und speziellen Schienenrädern für Handbetrieb eingeführt. Neben geraden und gebogenen Schienen gab es handgeschaltete Weichen und Kreuzungen. Als Schwellen zum Verbinden der Schienen wurden weiße Platten mit 2x10 Knöpfen benutzt. Gebogene Schienen waren an der Oberfläche zu unterscheiden (geriffelt = Außenkurve, glatt = Innenkurve). Gekuppelt wurde mittels Haken-Kupplungen, die asymmetrisch waren. Die Züge gab es auch mit batteriebetriebenen Elektromotoren (Spannung 4,5V). Vier angetriebene Räder mit Gummireifen sorgten zusammen mit dem recht schweren Motor dafür, dass auch lange Züge gezogen werden konnten. Durch Zukauf des Motors mit Zubehör konnten handbetriebene Züge in Batterie-Züge verwandelt werden. Die Batterien wurden in einem speziellen Wagen hinter der Lok hergezogen und waren mit dieser über ein Kabel verbunden. Über einen Hebel am Batteriekasten wurde die Lok eingeschaltet und die Fahrtrichtung gesteuert. Dies konnte später auch automatisiert werden, indem ein seitlich am Gleis befestigtes Formsignal je nach Stellung den Zug entweder weiterfahren ließ oder ausschaltete. Mittels einer anderen, ähnlichen Einrichtung konnte der Zug automatisch wenden. Es gab sogar einen elektronisch-akustischen Baustein, der es erlaubte, die Lok mit einer Pfeife fernzusteuern.

Nach der Einführung der ersten Eisenbahn wurden im Jahre 1968 die ersten Gebäude vorgestellt. Es handelte sich um ein Stellwerk, einen Güterschuppen und einen Bahnhof. Die Grundplatten waren noch typspezifisch gestaltet. Nur dort, wo die Modelle aufzubauen waren, wurden Knöpfe auf die Platten geprägt, der Rest blieb als glatte Fläche erhalten.

1969 wurde das 12V-System eingeführt. Die Betriebsspannung entsprach damit dem Standard für Gleichstrom-Modellbahnen. Der Strom kam jetzt nicht mehr aus Batterien, sondern aus einem Netzanschlussgerät. Er wurde über eine Mittelschiene mit zwei Leitern zur Lok geführt und von dieser mit Schleifkontakten abgenommen. Erstmals konnte die Lok nicht nur mit gleich bleibender Geschwindigkeit vor- und rückwärts fahren, sondern auch ihre Geschwindigkeit stufenlos eingestellt werden. Die Schienen waren zunächst weiterhin in blau. Schienen, nicht aber Weichen und Kreuzungen, ließen sich mit einzeln erhältlichen Stromschienen vom 4,5V-System aufrüsten. Die Weichen mit Stromschienen waren auch als elektrisch fernbedienbare Bauformen verfügbar, die, ebenfalls dem Standard bei Modellbahnen folgend, mit 14-16V Wechselspannung geschaltet wurden. Vorhandene 4,5V-Motoren waren für 12V umrüstbar, wobei Gehäuse und Getriebe weiterverwendet wurden. Gekuppelt wurde mittels Magnet-Kupplungen und konnten damit automatisch ankuppeln. Zunächst wurden Magnetenpaare blau / rot verwendet. Asymmetrisch waren sie allerdings immer noch, wenn auch nur noch nach ihrer Funktion, nicht mehr nach ihrer Form. Eine simple Farbkodierung verhinderte Verwirrung: Blau kuppelt an rot, gleiche Farben stoßen sich ab.

1980 wurden einige gravierende konstruktive Nachteile des Systems beseitigt. Die Schienen waren nun hellgrau und mit speziell entwickelten dunkelgrauen Schwellen in doppelter Anzahl eingesetzt, wodurch eine größere mechanische Stabilität erlangt wurde. Sie blieben voll kompatibel zu den blauen Schienen. Die neuen Antriebseinheiten von handbetriebenen und elektrisch fernsteuerbaren Weichen waren austauschbar, so dass eine Aufrüstung oder Reparatur möglich wurde. Eine neue, durch drehbare Magnete symmetrische Magnetkupplung erlaubte, die Wagen in beliebiger Richtung aufs Gleis zu setzen. Die dadurch überflüssig gewordene Farbkodierung wurde durch die einheitliche Farbe schwarz abgelöst, die auch sonst für die Unterseite der Wagen zunehmend verwendet wurde. Mit den Kupplungen integrierte Puffer gaben den Wagen und Loks ein realistischeres Aussehen und hielten stabiler zusammen, als die davor üblichen einzelnen Puffer.

Der Zug plus Zusatzeinrichtungen wurde einheitlich mit 12V Gleichspannung versorgt, die aus einem neuen, ebenfalls grauen Netzanschlussgerät kamen. Der einstellbare Ausgang für die Züge konnte bei diesem mechanisch auf 4,5V begrenzt werden, um ohne die Gefahr von Schäden auch die weiterhin erhältlichen Batteriemotoren in der alten (zerlegbaren) Bauform damit betreiben zu können. Die 12V-Motoren waren jetzt speziell flach für die Eisenbahn konstruiert und erlaubten realistischere Lokomotivkonstruktionen. Leider sind die Lok-Motoren seither nicht mehr so leicht zerlegbar, was preiswerte Reparaturen fast unmöglich macht. Um mit diesen Motoren lange Züge ohne Durchdrehen der Räder ziehen zu können, wurden die Loks durch je zwei doppelt hohe Bausteine mit eingebauten Bleigewichten beschwert. Wie schon bei den älteren Motoren wurden vier mit Gummireifen versehene Räder angetrieben. Zwei zusätzliche Räder trugen zu einem besseren Aussehen der Modelle bei, wurden aber nicht angetrieben.

1990 kam das 9V Programm auf dem Markt. Die Betriebsspannung von 9V war schon bei denn Technik-Programm üblich. Die völlig neu und anders konstruierten Schienen in grau sind einfacher zusammenzusetzen, aber mit den alten nicht mehr kombinierbar. Die Spurbreite ist dagegen unverändert, so dass rollendes Material (außer Motoren) weiterverwendet werden kann. Die neuen Schienen haben keine Mittelschienen zur Stromzuführung. Sie sehen dadurch wesentlich realistischer aus. Der Strom wird über die metallische Innenseite der Schienen an die leitfähigen Flanken der Lokräder geliefert. Die Lokräder werden mit kleinen Federn nach außen an die Schiene gedrückt, um einen sicheren elektrischen Kontakt zu erreichen. Dies ist deshalb wichtig, weil die Laufflächen der vier Antriebsräder weiterhin Gummireifen zur Verbesserung der Traktion haben.

Die 9V-Motoren sind durch diese neue Art der Stromzuführung und durch die neue Betriebsspannung inkompatibel zu den alten 12V- und 4,5V-Motoren, lassen sich allerdings umrüsten. Zum Glück haben sie aber äußerlich die gleiche Bauform, die auch von den 12V-Motoren seit 1980 verwendet worden ist. Sie sind auch einzeln erhältlich, so dass sich alte 12V-Lokomotiven aus den 80er Jahren leicht, wenn auch etwas kostspielig, umrüsten lassen. An den Motoren gibt es jetzt nur noch die vier angetriebenen Räder, keine zusätzlichen Laufräder mehr. Die Schienenräder sind etwas größer geworden als früher, was bessere Rolleigenschaften verspricht. Die Radsätze für nicht angetriebene Achsen werden nicht mehr aus einzelnen Rädern zusammengesetzt, sondern komplett als Spezialteil mit realistischerer Optik geliefert. Da diese neuen Räder wesentlich leichter laufen, lassen sich jetzt längere Züge realisieren.

2003 kommen eine Lokomotive 10020 Santa Fe und zwei passende Waggons 10022 und 10025 hinzu. Als Retro wurde 2003 der Moderne Hochgeschwindigkeitszug (1991) wieder aufgelegt. Er heißt jetzt "10001 Metroliner". Der dazu passende Doppeldecker Panoramawagen von 1993 heißt jetzt "10002 Club Waggon.

Im Katalog 2003/II tritt die Eisenbahn dann plötzlich unter Spielthemen - World City auf. Was aber entscheidender ist. Endlich gibt's wieder Neuheiten, und zwar vier Stück! Ein neuer Schnellzug (4511), ein Güterzug mit Trafo (4512), ein Bahnhof (4513) und einen Verladekran (4514). Der Hauptkatalog 2004 enthält ein neues Zugset an ungewohnter Stelle: im Harry Potter Programm.

2006 Ferngesteuerte Züge (RC Trains) werden veröffentlicht.


Bäume

Zur Gestaltung des Straßenplans 200, ab 1955, gehörten auch Bäume und Büsche, die in der ersten Generation einen flachen Fuß ohne Klemmwirkung hatten. Die zweite Generation, ab 1965 hatte einen runden Fuß um auf ein Feld der Größe 2x2 Knöpfe gesteckt zu werden. Die Büsche hatten einen länglichen Fuß mit einem Klemmfeld der Größe 1x4 Knöpfe. Die dritte Generation an Bäumen wurde im Jahr 1970 vorgestellt. Es handelt sich dabei um mit grünem Granulat beklebte braune Zweige. Leider gab es diese Bäume nur bis 1975. Im Jahr 1974 kamen die sehr stilisierten Bäume auf, die sich bis in unsere heutige Zeit gehalten haben.


Logos

Die Entstehung geht auf das Jahr 1934 zurück. Ob das erste Logo auch schon 1934 oder erst 1935 erschien ist leider nicht überliefert. Das zweite Logo wurde ab ca. 1938 oder 1940 verwendet. Es befindet sich häufig auf den alten Holzmodellen. Das dritte Logo stammt vermutlich aus dem Jahr 1949. Es gab Puppen und Spielzeugpistolen aus Kunststoff von LEGO. Das gelb ist in diesem Fall original. Das vierte Logo wurde ab ca. 1953 verwendet. Bekannt ist es aus Beipackzetteln und Kartons aus diesem Zeitraum, weiterhin findet es sich innen in ganz frühen Steinen. Das fünfte Logo wurde ab ca. 1956 verwendet. Die Benennung "System" war auf vielen Kästen erst in schwarz und in Großbuchstaben dargestellt, jedoch auf Paperware auch schon in gelb. Zeitgleich wurde auch Logo 4 noch verwendet.

Logo 1

Logo 2

Logo 3

Logo 4

Logo 5



 


 
letze Aktualisierung: 13.10.2018
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